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Was tun bei Rückenschmerzen?

von Ramona Hapke

Rückenbeschwerden sind lt. dem Statistik-Portal "statista" eine der wichtigsten Ursachen für Arbeitsunfähigkeit in Deutschland. Beinahe jeder dritte Erwachse habe öfter oder ständig Rückenbeschwerden. Die meisten Rückenprobleme sind hausgemacht, d. h. wir können unserem Rücken viel öfter Gutes tun. Wie lassen sich Hexenschuss, Bandscheibenvorfall und Rückenschmerzen lindern oder besser noch – vermeiden? Eigentlich wissen wir es: weniger Stress, mehr Bewegung, eine ausgewogene Ernährung und "besseres" Sitzen bzw. Liegen. Erst, wenn es richtig unangenehm wird, ergreifen wir Maßnahmen gegen schmerzhafte Verspannungen im Rücken. Vorbeugen wäre besser. Die folgenden Informationen können Ihnen dabei helfen.

Arzt konsultieren

Gegen die meisten Rückenbeschwerden kann man selbst etwas tun. Bei Alarmsignalen, wie Taubheitsgefühl oder Lähmungserscheinungen sollte man sofort zum Arzt gehen!

In Bewegung bleiben

Nicht das Sitzen an sich ist schlecht, sondern dass stundenlange Sitzen ohne körperlichen Ausgleich. Aber auch ein zu intensives Sportraining kann auf die Bandscheiben gehen. Also immer daran denken: Alles in Maßen, wie so oft! Vorbeugend helfen Rückenschule und eine gerade Haltung.

Wenn schon sitzen, dann dynamisch oder bewegt im Wechsel mit Stehen und Gehen. Hauptsache Positionswechsel und nicht stundenlang in der immer gleichen Sitzposition verharren! Entsprechende Möbel und Einrichtungen helfen dabei: zu Hause, am Arbeitsplatz, im Auto.

Stühle sollten über eine anatomisch geformte Rückenlehne verfügen und bewegtes Sitzen erlauben. Bürostühle: Nicht die teuersten müssen unbedingt besser sein. Wichtig ist, dass Büromöbel richtig auf unsere Körpergröße eingestellt sind. Die Firma aeris argumentiert, dass höhenverstellbare Schreibtische langes Sitzen aber meist nur auf übermäßiges Stehen verlagern. Sie empfiehlt zur Ergänzung von höhenverstellbaren Schreibtischen Sitzmöbel, die Bewegung fordern und fördern und so natürliche Bewegung im Büro ermöglichen.

Lt. aeris arbeiten sich die deutschen Arbeitnehmer den Buckel rund. In der folgenden Infografik wird deutlich, dass Arbeitgeber mehr in ergonomische Büromöbel investieren sollten.

© aeris GmbH 2018-2019

Die verwendeten Daten beruhen auf einer Online-Umfrage der YouGov Deutschland GmbH, an der 2048 Personen zwischen dem 05.03. und 07.03.2018 teilnahmen. Die Ergebnisse wurden gewichtet und sind repräsentativ für die deutsche Bevölkerung ab 18 Jahren.

Jetzt könnte man meinen, Lümmeln, Fläzen und Stuhlkantensitzen sei tabu. Stimmt nicht ganz! Zwischendurch ist ein relaxtes Sitzen erlaubt.

Wie wäre es mal mit einem Hängestuhl? Im Gegensatz zu Hängematten werden Hängestühle mittels einer Ein-Punkt-Aufhängung an der Zimmerdecke befestigt und nehmen nicht viel mehr Fläche in Anspruch als ein herkömmlicher Wohnzimmersessel.

Damit es auf dem so beliebten Sofa gemütlich wird – ohne unangenehme Folgen, achten Sie beim Kauf auf Sitzhöhe, Sitztiefe, eine wirbelsäulengerechte Ausformung der Rückenlehne und eine Liegefunktion inklusive Lehnenkopfverstellung. Flexibilität bei Sitzmöbeln ist schon deshalb wichtig, weil die Personen in einem Haushalt oft unterschiedliche Anforderungen haben.

Oft diskutiert: Eine weiche oder harte Matratze bei Rückenbeschwerden? Ausprobieren, aber in der Regel ist ein mittlerer Härtegrad am besten.

Nein, auf das Auto müssen Sie nicht verzichten! Doch sind lange Autofahrten für den Rücken eine Qual. Für viele ist der Autositz auch gleichzeitig der Arbeitsplatz. Einige Autohersteller haben das Problem erkannt und setzen verstärkt auf die Gesundheit der Fahrer. Erkundigen Sie sich nach einem Ergonomie-Sitz! Er erlaubt die individuelle Abstimmung der Sitzposition und -kontur an die persönlichen körperlichen Anforderungen. Rückenfreundliche Merkmale sind u. a: - die Länge, Höhe und Neigung einstellbarer Sitzflächen - eine ausziehbare Oberschenkelauflage - einstellbare Rückenlehnen mit 4-Wege-Lendenwirbelstütze - eine mehrfache Verstellmöglichkeiten der Kopfstütze. Für ältere Menschen haben wir noch einen weiteren Tipp: Aufstehsessel. Durch ihre Stützfunktion nehmen sie den Druck von den Gelenken, entlasten Muskulatur und Wirbelsäule und motivieren zur Mobilität.

Abwechslungsreiche Mahlzeiten

Gesunde Zutaten und eine schonende Zubereitung sind nicht nur für den Rücken gut. Wer weniger wiegt, belastet die Bandscheiben und Gelenke weniger stark, das ist nachvollziehbar. Zudem muss man ausreichend Flüssigkeit zuführen, denn die Bandscheiben bestehen zu einem Großteil aus Wasser und bleiben elastisch, wenn wir genug trinken.

Doch nicht nur die Mahlzeiten an sich, auch die Sitzhaltung beim Essen ist entscheidend, um sich dauerhaft wohl zu fühlen. (siehe oben: Stühle)

Mangelnde Bewegung und Stress, aber auch eine einseitige Ernährung fördern eine Übersäuerung. Überschüssige Säure lagert sich dann im Bindegewebe ab, das starr und unbeweglich wird. Die Folge sind häufig Muskel- und Gelenkbeschwerden. Bewegung und Gymnastik allein helfen nicht. Sollte bei Ihnen eine Übersäuerung vorliegen, helfen wir Ihnen gerne mit entsprechenden Präparaten, um überschüssige Säure zu neutralisieren. Wir raten generell dazu, Säurebildner, wie Fleisch, Wurst, Fisch, Käse, Brot und Backwaren zu reduzieren.

Weniger Stress

Wer kennt sie nicht, die Verspannungen in Schultern und Nacken aufgrund von Dauerbelastungen in Beruf und Familie? Die Folgen, wie Kopf- und Rückenschmerzen können heftig sein. Entschleunigung und Entspannung gehören ebenso auf die Tagesordnung wie Pflichterfüllung und Arbeit! Was Ihnen gut tut, wissen Sie selbst am besten. Wir als Ihre Apotheke unterstützen Sie mit köstlichen Tees, Säften und natürlichen Raumdüften.

Und auch das schaffen Sie: im Alltag regelmäßig bewusst auf Smartphone und Tablet verzichten. Reduzieren Sie digitalen Stress, nicht nur ihr Nacken dankt es Ihnen! Wenn schon digital, darf es auch etwas Sinnvolles sein? Die Nutzung eines Schrittzählers oder eine entsprechende App für das Mobilgerät bringen mehr Bewegung in den Alltag.

Schmerzen selbst behandeln

Schmerztabletten lindern Beschwerden im Akutfall. Je nach Symptomen und Anwendungsgebiet wird mit Kälte oder Wärme behandelt. Wärme hilft bei Verspannungen, das ist allgemein bekannt. Bei akuten Entzündungen sind Kälte- oder Eispackungen die bessere Wahl.

Auch wenn es weh tut: Man sollte sich trotz Rückenschmerzen bewegen (natürlich je nach Diagnose des Arztes). Eine Schonhaltung ist meist der falsche Weg, denn durch die damit verbundene einseitige Belastung verspannen sich die Muskelgruppen.

Kommen Sie doch das nächste Mal zu Fuß oder mit dem Fahrrad zu uns in die Apotheke! Wir beantworten gerne Ihre Fragen zu Ihrer Rückengesundheit!

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